Montag, 9. Juli 2012
"Interview mit meinem ICH"
Montag, 09. Juli 2012
Während des Stöberns in einer dieser Esoterik Zeitungen habe ich eine Artikel zum Thema Selbstwahrnehmung gefunden.
Ich will die darin aufgeführten Fragen schon lange beantworten, nur für mich, einfach so mal zwischendurch.
Heute werde ich es angehen, jawoll.
Ich weiß nicht, was ich mir davon verspreche, um was ging es bei diesen Fragen nochmal? Egal, nicht spekulieren, los geht's...
Nun...ach, die Überschrift ist "Interview mit meinem Ich", das klingt ja noch ganz simpel. Frage und Antwort, das sollte mir keine Probleme machen..."eigentlich"...diese kleine Einschränkung sei mir erlaubt, wenn es um mich, meine Ichs, Es' und Über Ichs geht. Bei der Auseinandersetzung mit ihnen fallen mir sofort tausend Dinge ein, die viel wichtiger, eiliger, interessanter, notwendiger, kurzweiliger und von überaus größerer Bedeutung sind und die keinen Aufschub dulden. Aber heute packe ich es an...los geht's...
1. Frage: Was macht mich wirklich glücklich? - Super Frage - wenn die mal nicht programmfüllend wird. Nicht, weil es so viele Dinge sind, die ich auflisten muss, sondern weil es sich um eine Frage handelt, die so grundlegend ist, dass ich voraussichtlich länger drüber nachdenken muss. Vielleicht sollte ich mich, mit mir selbst als Interviewpartner darauf einigen erstmal spontan zu antworten. Sonst könnte es passieren, dass ich mich in endlosen Gedankenreisen verirre. Später könnten wir dann gemeinsam nochmal darüber nachdenken und ergänzen, streichen, löschen usw.
Gut, abgemacht, so soll es sein. Los geht's...
Also, da steht sie noch immer unbeantwortet, die erste Frage. Was macht mich glücklich? Warum kann ich nicht spontan drauf antworten? Ist es die Hürde der ersten Frage oder dem Umstand geschuldet, dass ich sie mir so noch nie gestellt habe?
Jetzt überlege ich schon eine ganze Weile und glaube ich muss mit dem Ausschlussprinzip arbeiten...was macht mich sicher nicht glücklich, ist für mich leichter zu beantworten, scheint mich aber auf den zweiten Blick nicht zur geforderten Antwort zu bringen...
Vielleicht schaue ich mir besser erst mal die 2. Frage an. "Was ist meine größte Stärke? Oh nein, diese Frage ist hinterlistig. Auf den ersten Blick scheint sie harmlos, schnell zu beantworten. Eine Frau die mitten im Leben steht, mittleren Alters mit mittlerem Einkommen, in mittleren Familienverhältnissen, wird doch wohl ihre Stärken kennen..."na los", fordere ich mich selbst auf, "schleudere die Antworten schnell aufs Papier". Ja, also...meine Stärken...mmhh, natürlich kenne ich die. Welche soll ich nur nennen? Nicht, dass ich so viele habe, ich versuche nur mich auf die Wahren zu konzentrieren. Na ja, besser ich stelle diese Frage noch kurz zurück, sicher wird die nächste mal ganz spontan zu beantworten sein.
Mal schauen, was sich hinter der 3. Frage verbirgt. "Es heißt, dass schwierige Situationen im Leben einen Menschen wachsen lassen - welche Phase war für mich besonders schwer?" Na, jetzt wird's auch noch anstrengend. Allein die Frage muss ich dreimal lesen um überhaupt zu verstehen, was ich mir nun beantworten soll. Eine Phase in meinem Leben, die so schwer war, dass ich daran gewachsen bin. Na ja, spontan würde ich sagen mein Leben verlief partiell so, dass schwierig eher eine schmeichelhafte Umschreibung für katastrophal, zum Verrücktwerden, ja zum Mäuse melken, wie meine Mutter immer zu sagen pflegt, war. Und wenn dieser Zustand ein Indikator für das Wachstum meiner Persönlichkeit sein soll, dann fallen mir für meinen Persönlichkeitszustand die Worte "riesig, überdimensional, golliatisch" ein...sofern man Sinn für Humor hat.
Frage 4 schließt sich direkt an " Hat mir diese Erfahrung im Nachhinein auch etwas Gutes gebracht?" ENDLICH, das kann ich leicht beantworten. Wenn mir die Erfahrung nichts Gutes gebracht hätte, dann hätte ich sicher heute nicht so ein Urvertrauen in mein Leben und in das Leben an sich. Vermutlich wäre ich zögerlich, ängstlich und kontrolliert - bin ich aber nicht!!! Sollte mir die Wahl des Konjunktivs hier irgendwas sagen?...geschenkt. ICH habe was gelernt Ui, die erste beantwortete Frage. Ich mache Fortschritte, so also geht Seelenstriptease.
Mit dieser Motivation nehme ich mir schnell die nächste Frage vor. Jetzt wird es ein Kinderspiel, der Fluch der ersten Frage ist gebannt. Her mit dem Rest.
Frage 5, 6 und 7. Jetzt räume ich mein Innerstes auf. Es geht los...
"Liebe ich jemanden vom ganzen Herzen? Woraus schließe ich das?"; "Auf welche zwei Dinge in meinem Leben bin ich richtig stolz und warum?" "Bin ich mir wirklich treu und falls nicht, was würde es ändern wenn ich es wirklich sein könnte?"
Meine Güte was für Fragen, wer hat sich die bloß ausgedacht? Ich glaube ich brauche erstmal eine Art Therapiesitzung in der ich die Antworten unter professioneller Anleitung erarbeite. Allein schaff ich das nicht.
Wieviele Fragen sind es eigentlich insgesamt? Sicher sind doch einzelne spontan und einfach zu beantworten. Ich schaue sie mir mal an und entscheide dann, ob sie besser nach persönlichem Schwierigkeitsgrad oder chronologisch abzuarbeiten sind.
12...lieber Himmel es sind insgesamt zwölf Fragen. Jetzt erfasst mich eine leichte Panik. Wenn mir die ersten sieben schon solche Schwierigkeiten machen, dann ist zu befürchten, dass die restlichen auch kein Spaziergang sind, um es mal salopp zu formulieren.
Mal schauen was ich mir noch so alles beantworten soll..."Genieße ich mein Leben in vollen Zügen und wenn nicht, was hindert mich daran?" "Welchem Bereich in meinem Leben widme ich zur Zeit die größte Aufmerksamkeit und warum?"; "Wovor habe ich am meisten Angst?"...na diese Fragen sind aber auch nicht ohne.
Ich befürchte ich bin zum Ende des Interviews ein genauso lausiger Interviewpartner wie zu Beginn.
Warum wollen mir die Antworten nicht einfallen? Egal ob die Frage lautet "Welche Person hat mich in meinem Leben am meisten inspiriert und warum?" oder "Was macht mich unglücklich?" so lese ich die Worte, denke kurz über den Inhalt nach aber noch bevor ich in meinem Kopf eine Antwort finden kann, verwerfe ich die Gedanken.
Ist es mein Anspruch an den Gehalt meiner Aussagen oder die Befürchtung auf Verborgenes zu stoßen? Vielleicht auf etwas, das zur Folge haben kann, mir weitere, umfassendere Fragen als die genannten zu beantworten. Im schlimmsten Fall müsste ich meine Lebenseinstellung, meine Ethik und meine Moral in Frage stellen. Was alles passieren kann...ich weiß es nicht, aber bei diesen Psychofragen scheint Vorsicht geboten.
Und auch die letzte Frage in dem umfassenden Fragenkatalog meines "Interviews mit meinem Ich" hilft mir nicht.
Ich weiß nicht, "was ich anders machen würde, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte", denn jede Minute meines Lebens, jeden Schritt, den ich gegangen bin, jedes Wort das ich gesagt und jedes Gefühl, dass ich empfunden habe, hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und egal, ob ich beantworten kann, was mich glücklich macht, egal ob meine Ängste einen Namen haben oder ob ich mir selbst immer treu bin und auch weiß warum, ich bin so wie ich bin und das ist gut so....für mich!!
Ich will die darin aufgeführten Fragen schon lange beantworten, nur für mich, einfach so mal zwischendurch.
Heute werde ich es angehen, jawoll.
Ich weiß nicht, was ich mir davon verspreche, um was ging es bei diesen Fragen nochmal? Egal, nicht spekulieren, los geht's...
Nun...ach, die Überschrift ist "Interview mit meinem Ich", das klingt ja noch ganz simpel. Frage und Antwort, das sollte mir keine Probleme machen..."eigentlich"...diese kleine Einschränkung sei mir erlaubt, wenn es um mich, meine Ichs, Es' und Über Ichs geht. Bei der Auseinandersetzung mit ihnen fallen mir sofort tausend Dinge ein, die viel wichtiger, eiliger, interessanter, notwendiger, kurzweiliger und von überaus größerer Bedeutung sind und die keinen Aufschub dulden. Aber heute packe ich es an...los geht's...
1. Frage: Was macht mich wirklich glücklich? - Super Frage - wenn die mal nicht programmfüllend wird. Nicht, weil es so viele Dinge sind, die ich auflisten muss, sondern weil es sich um eine Frage handelt, die so grundlegend ist, dass ich voraussichtlich länger drüber nachdenken muss. Vielleicht sollte ich mich, mit mir selbst als Interviewpartner darauf einigen erstmal spontan zu antworten. Sonst könnte es passieren, dass ich mich in endlosen Gedankenreisen verirre. Später könnten wir dann gemeinsam nochmal darüber nachdenken und ergänzen, streichen, löschen usw.
Gut, abgemacht, so soll es sein. Los geht's...
Also, da steht sie noch immer unbeantwortet, die erste Frage. Was macht mich glücklich? Warum kann ich nicht spontan drauf antworten? Ist es die Hürde der ersten Frage oder dem Umstand geschuldet, dass ich sie mir so noch nie gestellt habe?
Jetzt überlege ich schon eine ganze Weile und glaube ich muss mit dem Ausschlussprinzip arbeiten...was macht mich sicher nicht glücklich, ist für mich leichter zu beantworten, scheint mich aber auf den zweiten Blick nicht zur geforderten Antwort zu bringen...
Vielleicht schaue ich mir besser erst mal die 2. Frage an. "Was ist meine größte Stärke? Oh nein, diese Frage ist hinterlistig. Auf den ersten Blick scheint sie harmlos, schnell zu beantworten. Eine Frau die mitten im Leben steht, mittleren Alters mit mittlerem Einkommen, in mittleren Familienverhältnissen, wird doch wohl ihre Stärken kennen..."na los", fordere ich mich selbst auf, "schleudere die Antworten schnell aufs Papier". Ja, also...meine Stärken...mmhh, natürlich kenne ich die. Welche soll ich nur nennen? Nicht, dass ich so viele habe, ich versuche nur mich auf die Wahren zu konzentrieren. Na ja, besser ich stelle diese Frage noch kurz zurück, sicher wird die nächste mal ganz spontan zu beantworten sein.
Mal schauen, was sich hinter der 3. Frage verbirgt. "Es heißt, dass schwierige Situationen im Leben einen Menschen wachsen lassen - welche Phase war für mich besonders schwer?" Na, jetzt wird's auch noch anstrengend. Allein die Frage muss ich dreimal lesen um überhaupt zu verstehen, was ich mir nun beantworten soll. Eine Phase in meinem Leben, die so schwer war, dass ich daran gewachsen bin. Na ja, spontan würde ich sagen mein Leben verlief partiell so, dass schwierig eher eine schmeichelhafte Umschreibung für katastrophal, zum Verrücktwerden, ja zum Mäuse melken, wie meine Mutter immer zu sagen pflegt, war. Und wenn dieser Zustand ein Indikator für das Wachstum meiner Persönlichkeit sein soll, dann fallen mir für meinen Persönlichkeitszustand die Worte "riesig, überdimensional, golliatisch" ein...sofern man Sinn für Humor hat.
Frage 4 schließt sich direkt an " Hat mir diese Erfahrung im Nachhinein auch etwas Gutes gebracht?" ENDLICH, das kann ich leicht beantworten. Wenn mir die Erfahrung nichts Gutes gebracht hätte, dann hätte ich sicher heute nicht so ein Urvertrauen in mein Leben und in das Leben an sich. Vermutlich wäre ich zögerlich, ängstlich und kontrolliert - bin ich aber nicht!!! Sollte mir die Wahl des Konjunktivs hier irgendwas sagen?...geschenkt. ICH habe was gelernt Ui, die erste beantwortete Frage. Ich mache Fortschritte, so also geht Seelenstriptease.
Mit dieser Motivation nehme ich mir schnell die nächste Frage vor. Jetzt wird es ein Kinderspiel, der Fluch der ersten Frage ist gebannt. Her mit dem Rest.
Frage 5, 6 und 7. Jetzt räume ich mein Innerstes auf. Es geht los...
"Liebe ich jemanden vom ganzen Herzen? Woraus schließe ich das?"; "Auf welche zwei Dinge in meinem Leben bin ich richtig stolz und warum?" "Bin ich mir wirklich treu und falls nicht, was würde es ändern wenn ich es wirklich sein könnte?"
Meine Güte was für Fragen, wer hat sich die bloß ausgedacht? Ich glaube ich brauche erstmal eine Art Therapiesitzung in der ich die Antworten unter professioneller Anleitung erarbeite. Allein schaff ich das nicht.
Wieviele Fragen sind es eigentlich insgesamt? Sicher sind doch einzelne spontan und einfach zu beantworten. Ich schaue sie mir mal an und entscheide dann, ob sie besser nach persönlichem Schwierigkeitsgrad oder chronologisch abzuarbeiten sind.
12...lieber Himmel es sind insgesamt zwölf Fragen. Jetzt erfasst mich eine leichte Panik. Wenn mir die ersten sieben schon solche Schwierigkeiten machen, dann ist zu befürchten, dass die restlichen auch kein Spaziergang sind, um es mal salopp zu formulieren.
Mal schauen was ich mir noch so alles beantworten soll..."Genieße ich mein Leben in vollen Zügen und wenn nicht, was hindert mich daran?" "Welchem Bereich in meinem Leben widme ich zur Zeit die größte Aufmerksamkeit und warum?"; "Wovor habe ich am meisten Angst?"...na diese Fragen sind aber auch nicht ohne.
Ich befürchte ich bin zum Ende des Interviews ein genauso lausiger Interviewpartner wie zu Beginn.
Warum wollen mir die Antworten nicht einfallen? Egal ob die Frage lautet "Welche Person hat mich in meinem Leben am meisten inspiriert und warum?" oder "Was macht mich unglücklich?" so lese ich die Worte, denke kurz über den Inhalt nach aber noch bevor ich in meinem Kopf eine Antwort finden kann, verwerfe ich die Gedanken.
Ist es mein Anspruch an den Gehalt meiner Aussagen oder die Befürchtung auf Verborgenes zu stoßen? Vielleicht auf etwas, das zur Folge haben kann, mir weitere, umfassendere Fragen als die genannten zu beantworten. Im schlimmsten Fall müsste ich meine Lebenseinstellung, meine Ethik und meine Moral in Frage stellen. Was alles passieren kann...ich weiß es nicht, aber bei diesen Psychofragen scheint Vorsicht geboten.
Und auch die letzte Frage in dem umfassenden Fragenkatalog meines "Interviews mit meinem Ich" hilft mir nicht.
Ich weiß nicht, "was ich anders machen würde, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte", denn jede Minute meines Lebens, jeden Schritt, den ich gegangen bin, jedes Wort das ich gesagt und jedes Gefühl, dass ich empfunden habe, hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und egal, ob ich beantworten kann, was mich glücklich macht, egal ob meine Ängste einen Namen haben oder ob ich mir selbst immer treu bin und auch weiß warum, ich bin so wie ich bin und das ist gut so....für mich!!
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